Schülerzeitung 2023 – Jojo Times https://jojotimes.de Die digitale Schülerzeitung des Johanneums Wed, 17 Apr 2024 11:48:27 +0000 de hourly 1 https://jojotimes.de/wp-content/uploads/2023/10/cropped-photo-32x32.jpg Schülerzeitung 2023 – Jojo Times https://jojotimes.de 32 32 Alte und neue Schule https://jojotimes.de/2024/01/25/alte-und-neue-schule/ https://jojotimes.de/2024/01/25/alte-und-neue-schule/#respond Thu, 25 Jan 2024 11:12:59 +0000 https://jojotimes.de/?p=817 Hallo, ich bin Marian und bin in der 5f. Ich bin aufs Jojo gegangen, weil es mich angelächelt hat: am Präsentationstag habe ich viele nette Lehrer und Schüler kennengelernt. Besonders schön fand ich die Kunsträume und die vielen dort ausgestellten Kunstwerke. Außerdem sind ein paar meiner Freunde von der Grundschule auch aufs Johanneum gegangen.

Grundschule im Roten Felde

Vorher war ich an der Grundschule im Roten Felde, dort war der meiste Unterricht im Klassenraum und wir mussten nicht so viel im Gebäude herumlaufen, um von einem Raum zum nächsten zu kommen und daher mussten wir nicht so häufig den Raum aufräumen und das fand ich etwas gemütlicher und hier ist es etwas stressiger und man kommt manchmal zu spät.

Schulhof der Grundschule im Roten Felde

Ich finde es toll am Jojo, aber ich vermisse die alte Schule sehr, auch meine Freunde fehlen mir, diese Freunde sind jetzt an anderen Schulen in Lüneburg und ich treffe mich noch häufig mit Ihnen. Besser finde ich am Jojo aber, dass der Pausenhof größer ist und die Geräte sind auch ein bisschen größer. Ich finde die Mensa ebenfalls ein bisschen schöner wegen der Mosaike und es ist sauberer, das Essen ist selbst gekocht, dass finde ich toll. Am besten fand ich das Probeessen am Anfang: Es gab eine große Kartoffel, mit Käse überbacken mit Tzatziki und Brokkoli. Beim Kiosk finde ich gut, dass man sich etwas Kleines in den Bauch braucht, auch Pausen ein wenig kurz sind.

Neu für mich sind die vielen Container und die vielen Menschen. Wenn man auf der Grundschule groß war (in der 4) ist man dann am Gymnasium in der 5. wieder ganz klein.

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Ohne den vorne links geht´s nicht https://jojotimes.de/2024/01/20/ohne-den-vorne-links-gehts-nicht/ https://jojotimes.de/2024/01/20/ohne-den-vorne-links-gehts-nicht/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:15:16 +0000 http://jojotimes.de/?p=782 Ein Kommentar zu Lüneburgs Busverkehr

Für viele ist es eine alltägliche Situation. Morgens geht man zur Bushaltestelle, wo man auf den Bus wartet, der einen zur Schule bringt. So weit, so unspektakulär.

Doch stelle man sich einmal vor, man würde nicht als Fahrgast mit dem Bus zur Schule fahren, sondern den Bus selbst fahren. Man müsste vielleicht nicht um 6 Uhr morgens aufstehen, sondern um 3 Uhr oder 4 Uhr. Häufig hätte man nicht um 13:20 Uhr, sondern erst um 15 Uhr, 16 Uhr oder 17 Uhr„Feierabend“. Und das trotz des frühen Anfangs um circa 4 bis 5 Uhr morgens.


„Solche Arbeitsbedingungen machen krank.“

Wer sich jetzt denkt: „Ja, aber die kriegen ja auch Geld dafür“, dem sei gesagt: Ja, sie kriegen Geld dafür. Aber nur so viel, dass sie gerade so über die Runden kommen. Zwar darf die Arbeitszeit formal die neun Stunden nicht überschreiten, allerdings geht es hier um die Lenkzeit am Stück, der ganze Arbeitstag ist oft noch länger. Solche Arbeitsbedingungen machen krank. Genau dieses Phänomen kann man zurzeit im Landkreis Lüneburg beobachten. Jeder hat sich wohl schon mal gewundert, warum der Bus nicht kam – in Lüneburg fallen an Wochentagen nicht selten zwischen 60 und 100 Busfahrten pro Tag aus, weil Stellen entweder komplett unbesetzt sind oder Fahrer wegen Krankheit fehlen. Das ist für den Fahrgast selbstverständlich mehr als ärgerlich, aber wer möchte diesen Beruf noch ausüben?


Im Zuge des Klimaschutzes wird häufig gefordert, doch vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen. Doch wie soll das möglich sein, ohne Fahrer? Dort ist die Politik nun gefordert – der Beruf des Busfahrers muss attraktiver gestaltet werden. Moderne Fahrzeuge, keine Dienste mit einer Länge von mehr als 9 Stunden und keine sogenannten „geteilten Dienste“, wo man meistens vormittags circa 3 bis 4 Stunden unbezahlte Pause hat.
Verspätungen sorgen im Busverkehr ebenfalls für Ärgernisse. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, z.B. Staus, Umleitungen oder auch einfach zu knapp bemessene Fahrzeiten. In den meisten Fällen können aber die Fahrer nichts dafür. Was soll man machen, wenn man im Stau steht?


„Wie soll das zusammenpassen?“

Ein weiteres Thema im Busverkehr des Landkreises Lüneburg sind auch die neuen, für viele Fahrgäste unattraktiven Fahrpläne des Stadtverkehrs. Wenn man früher vom Kreideberg zum Johanneum wollte, musste man einfach nur mit der 5014 fahren. Heute muss ein knapp bemessener Umstieg an der Haltestelle Bahnhof oder am Sande erfolgen. Paradox ist in Lüneburg die Anbindung der Innenstadt. Die Stadt versucht, so viele Autos wie möglich von der Innenstadt fernzuhalten. Im Gegenzug lässt sie viele Linien aber nicht mehr den Markt, sondern nur noch den Platz am Sande anfahren. Wie soll das zusammenpassen?


Die Mängel im Überland

Noch weitreichender sind die Mängel im Bereich des Überlands. Auch von hier kommt man nicht sonderlich gut in die Stadt. Die meisten Überlandlinien halten seit nunmehr 3,5 Jahren nur noch am Bahnhof, nicht am Sande. Während zwischen Lüneburg und den größeren Ortschaften wie Bleckede, Dahlenburg und Amelinghausen zwischen 6 und 20 Uhr der Bus fast stündlich fährt, können Bewohner des Hinterlandes, wie zum Beispiel Bohndorf (bei Dahlenburg) oder Tellmer (bei Amelinghausen) nur den Schulbus morgens oder den Rufbus nutzen. Problem hierbei ist, dass die Schulbusse oftmals keinen Anschluss nach Lüneburg bieten. Auch muss der Rufbus mindestens eine Stunde vor Abfahrt bestellt werden, er ist also nicht besonders flexibel.
Außerdem sind die Reisezeiten morgens von den kleinen Dörfern exorbitant hoch.


Die Schulbusse
Ein Beispiel: Ein Schüler des Johanneums wohnt in Moisling, einem Ortsteil der Gemeinde Nahrendorf in der Nähe der Elbe. Der erste und vorletzte Bus des Tages fährt um 07:02 Uhr nach Bleckede zum Schulzentrum, wo man um 07:28 Uhr ankommt. Man bedenke, dass in 32 Minuten der Unterricht beginnt. Vom Schulzentrum aus muss man nun erstmal zur Bushaltestelle „Lüneburger Straße“ in Bleckede laufen, von wo aus man um 07:49 Uhr mit dem Bus nach Lüneburg fahren kann. Hier erreicht man um 08:16 Uhr die Haltestelle Gellersstraße. Wählte man diesen Reiseweg, würde man täglich ungefähr 20 Minuten zu spät zum Unterricht erscheinen. Die einzige Möglichkeit, pünktlich zu kommen, wäre irgendwie von Moislingen nach Ventschau, der Nachbarortschaft, zu kommen, von wo aus man mit der 5300 pünktlich
nach Lüneburg fahren könnte. Man sieht, der Schüler- bzw. Linienverkehr reibt an vielen Stellen und muss überarbeitet werden.


„Die Politik muss in die Verantwortung gezogen werden“

Abschließend lässt sich sagen, dass selbstverständlich nicht alles im ÖPNV schlecht ist. Wir in Lüneburg haben schon einen ganz gut ausgebauten Personennahverkehr, trotzdem gibt es an einigen Stellen Probleme. Um sie zu lösen, muss die Politik in die Verantwortung gezogen werden, denn der Landkreis bzw. die Stadt erstellt die Fahrpläne und plant, wo wann ein Bus fährt. Wie bereits erwähnt, muss auch das „Busfahrer-Problem“ an die Politik weitergetragen werden. So geht es auf jeden Fall nicht weiter.
Falls ihr vor eurer nächsten Busfahrt wissen wollt, ob euer Bus ausfällt, könnt ihr unter folgendem Link eine Liste mit allen ausfallenden Fahrten finden:


https://www.kvg-bus.de/aktuelles/fahrtausfaelle/lueneburg/

Anton Fürniß

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Einen Unterschied machen https://jojotimes.de/2024/01/20/einen-unterschied-machen/ https://jojotimes.de/2024/01/20/einen-unterschied-machen/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:14:25 +0000 https://jojotimes.de/?p=725 Wie man auch als junger Mensch für seine Überzeugungen
einstehen kann


Demokratie – die Herrschaft des Volkes. Oder doch die Herrschaft der Alten? Im Zuge des sich beschleunigenden demografischen Wandel bekommt man als junger Mensch immer mehr das Gefühl, dass das Wort der eigenen Generation, das Wort der Zukunft, wie man meinen möchte, immer mehr an Bedeutung verliert. Auch deshalb werden einige in ihrem Handeln immer extremer, um ihrer Unzufriedenheit und sicherlich auch Verzweiflung nachdrücklich Gehör zu verschaffen; da ist beispielsweise an die „Letzte Generation“ zu denken, die für den Klimaschutz zu zivilem Ungehorsam aufruft. Es gibt aber auch andere, gesetzmäßige Wege, die die Demokratie einem bietet, um sich für seine Werte und Überzeugungen einzusetzen. Was kann man also, auch als noch nicht wahlberechtigter Mensch, tun, um Vorstellungen und Ideale in die Realität umzusetzen?

Der öffentliche Protest

Wenn man sich für ein einziges Ziel einsetzen will, ist der öffentliche Protest in Form von Demonstrationen häufig ein geeignetes Mittel. „Fridays For Future“ machte international von sich reden, als die Teilnehmer freitags, zumindest teilweise, den Unterricht verpassten, um auf Missstände im Klimaschutz hinzuweisen. Die Demonstrationen wurden daher auch als Streik bezeichnet. Die Galionsfigur der Bewegung, die Schwedin Greta Thunberg, war sogar Rednerin auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen und ihre Meinung zu den Beschlüssen der verschiedenen Regierungen der Welt finden weltweit Gehör. Man kann übrigens auch einen Verein gründen, der sich mit politischen Themen beschäftigt oder eine Petition unterschreiben. Das Petitionsrecht ist unveräußerlich und nicht an ein Mindestalter gekoppelt.

Jugendorganisationen als Meinungsbild

Diese Möglichkeiten beziehen sich aber eher auf einzelne politische Themen und empfehlen sich dann, wenn man sich für ein spezielles Thema starkmachen will. Wenn man sich aber auch als Jugendlicher breiter politisch engagieren will, bleibt vor allem die Parteimitgliedschaft. Man kann auch als junger Mensch der Jugendorganisation einer Partei beitreten, die durchaus Einfluss auf die Politik der ihr übergeordneten Fraktion hat. Als Mitglied einer solchen Jugendorganisation debattiert man über politische Themen und fasst Beschlüsse, die der übergeordneten Fraktion als Meinungsbild dienen. Die Jugendorganisationen der Parteien können die Entscheidungen und die Agenda der jeweiligen maßgeblich beeinflussen.

Früh Verantwortung übernehmen

Insgesamt gibt es in einer Demokratie, glücklicherweise, verschiedenste Möglichkeiten, sich zu beteiligen, seiner Meinung Geltung zu verschaffen, noch viel mehr, als dieser Artikel abdecken könnte. Nicht alle sind aber genauso gut für Kinder und Jugendliche geeignet. Für Jugendliche bieten sich vor allem der öffentliche Protest und die Parteimitgliedschaft an. Mit öffentlichen Protesten kann man als Gruppe Druck auf Politik und Gesellschaft ausüben. Und das wirkt, wie man in den letzten Jahren beobachten konnte. Auch die Mitgliedschaft in einer Partei bzw. deren Jugendorganisation bietet sich an. Dort kann man zu verschiedensten politischen Themen Stellung beziehen und schon früh Verantwortung für das gesellschaftliche Leben in Deutschland übernehmen.

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Mein Auslandsjahr in den USA – ein Erfahrungsbericht aus meinem Alltag https://jojotimes.de/2024/01/20/mein-auslandsjahr-in-den-usa-ein-erfahrungsbericht-aus-meinem-alltag/ https://jojotimes.de/2024/01/20/mein-auslandsjahr-in-den-usa-ein-erfahrungsbericht-aus-meinem-alltag/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:13:00 +0000 http://jojotimes.de/?p=808 Hallo, ich bin Konrad und bin gerade für ein Auslandsjahr in den USA. Ich lebe mit meiner Gastfamilie und einem anderen Austauschschüler aus Thailand (JJ) im Bundesstaat Georgia. Wir leben im Bezirk „Macon County“ in der kleinen Stadt Montezuma. Montezuma hat um die 3000 Einwohner (Nein, ich habe keine Null vergessen) und eine kleine High-School. Ich erzähle euch jetzt, wie ein ganz normaler Tag hier in Georgia für mich abläuft.

Ich stehe um 6:30 Uhr auf, mache mich fertig und packe meine Schulsachen. Um sieben esse ich dann Frühstück, häufig einfach nur Toast, und etwa 10 Minuten später gehen mein Gastbruder und ich zur Einfahrt, um auf den Schulbus zu warten. Der Schulbus sieht genau so aus, wie ihr es vielleicht aus High-School Filmen kennt, also gelb mit schwarzen Streifen, und bringt uns jeden Morgen zur Schule. Wenn wir in der Schule angekommen sind, haben wir noch ungefähr eine halbe Stunde Zeit, bevor der Unterricht beginnt. Der Unterricht besteht jeden Tag aus den gleichen sechs Stunden und geht von 8:00-15:30 Uhr.

In der ersten Stunde habe ich US History, ein Fach, indem es ausschließlich um die Geschichte der USA geht. US History ist für mich sehr interessant, weil ich dort Dinge lerne, die im deutschen Schulsystem gar nicht vorgekommen wären. Wie sich manche von euch aber bestimmt schon gedacht haben, ist das nicht sonderlich hilfreich, um die globale Geschichte und die Zusammenhänge im Hier und Jetzt zu verstehen. Das finde ich für alle anderen Schüler relativ schade, da mehr Jahresdaten und Namen von Präsidenten hängen bleiben, als eine konkrete Vorstellung davon, wie sich welche Gesellschaften und Kulturen im Laufe der Zeit entwickelt haben. Auch außerhalb der Vereinigten Staaten. Dieses Schulfach passt perfekt zum Stereotypen, dass Amerikaner es nicht mögen, über den Tellerrand in den Rest der Welt zu gucken. Dieses Stereotyp ist meiner Erfahrung nach aber überhaupt nicht wahr und tatsächlich sind alle Amerikaner, mit denen ich bisher gesprochen habe, sehr am Rest der Welt und an Deutschland interessiert. Allerdings muss man sagen, dass es ihnen das Bildungssystem nicht leicht macht, viel über die Welt außerhalb der USA zu lernen. Und genau dadurch ist das Wissen bei vielen relativ gering und wird dann oft für Dummheit gehalten.

Nach US History geht es zur nächsten Stunde, für mich ist das American Literature. In American Literature geht es, wie auch hier der Name verrät, um die Literatur, die aus Amerika stammt und/oder Amerika als Thema behandelt. Bisher war das mit Abstand wichtigste Thema in diesem Fach der Amerikanische Traum, und wie er sich im Laufe der Zeit verändert und gewandelt hat. Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet ein Fach über Literatur mein Lieblingsfach wird, ohne jetzt irgendwelche Deutschlehrer verärgern zu wollen selbstverständlich. Ich finde das Fach und das Thema sehr interessant und es macht mir immer wieder Spaß, die „amerikanische Brille“ aufzusetzen und zu versuchen, zu verstehen, was in den Menschen dieses Landes vor sich geht. Je mehr man sich in die amerikanische Denkweise einarbeitet, desto mehr kann man verstehen, was dazu geführt hat, dass Trump zum Präsidenten wurde und warum er auch jetzt wieder der aussichtsreichste Kandidat für die nächsten Präsidentschaftswahlen ist.

Nachdem ich dann für eine Stunde mithilfe amerikanischer Literatur die „amerikanische Brille“ aufgesetzt hatte, gehe ich zu Algebra 2. Dieses Fach entspricht etwa unserem Matheunterricht, im Gegensatz zu den Stunden davor gibt es keine großen Unterschiede zu Deutschland und ich habe kaum etwas dazu zu sagen, denn ihr alle wisst ja, wie Matheunterricht so abläuft.

Wenn die Mathestunde dann vorbei ist und ich mich für den Tag genug mit „x“ herumgeschlagen habe, geht es dann zur Mittagspause in die Cafeteria. Dort wird sich auch ab und zu herumgeschlagen – und das ist sehr wörtlich gemeint. Tatsächlich gibt es ab und zu Kämpfe zwischen Schülern, die sich aus irgendwelchen Gründen nicht mögen. Diese Kämpfe werden normalerweise recht schnell von den Lehrern beendet, trotzdem ist es ein großes Spektakel und für mindestens zwei Tage ist zumindest ein Gesprächsthema gesichert. Jedes Mal, wenn es einen Kampf gibt, kommen außerdem plötzlich lauter Handys zum Vorschein und für die nächsten paar Tage können alle, die den Kampf verpasst haben oder einen schlechten Blick hatten, sich dann die verwackelten Aufnahmen angucken.

Nach der Mittagspause habe ich dann Spanisch. Dazu muss man allerdings noch sagen, dass es keinen Spanischlehrer gibt. Deshalb muss ich einen Onlinekurs belegen, um den Belegungsverpflichtungen aus Deutschland nachzukommen. Ich nehme sehr stark an, dass sich niemand für die Details meines Onlinekurses interessiert, und das nehme ich euch nicht übel, denn es ist zugegebener Maßen nicht besonders interessant.

Danach habe ich noch „Business and Technology“, was größtenteils eine Art Informatikunterricht mit ein bisschen Wirtschaft ist. Bisher hat sich unser Unterricht insbesondere um Excel und die nahezu unendlichen Möglichkeiten dieses Programms gedreht. Um auch dem „Business“ im Namen des Faches gerecht zu werden, machen wir ab und zu Aufgaben zum Thema Unternehmensaufbau und Führungsstärke. Ansonsten lässt es unser Lehrer manchmal auch recht ruhig angehen, sodass etwas Zeit bleibt, um sich zu entspannen oder die Hausaufgaben, die man aus den vorherigen Stunden mitgebracht hat, schonmal anzufangen. Für die Ruhe und die Gelegenheit, zu entspannen, bin ich (wie der ganze Kurs) immer sehr dankbar.

Nach einer kleinen Pause zum Durchatmen muss ich dann zu Physical Science. Das ist eine Mischung aus Chemie und Physik, allerdings auf sehr simplem Niveau, sodass ich dort problemlos zurechtkomme. Tatsächlich muss man sagen, dass es ein Niveau ist, dass wohl eher den 6ten Klassen des Johanneums entspricht.

Sobald die Schule vorbei ist, haben mein Gastbruder und ich noch Training mit dem Fußballteam der Schule, das macht immer viel Spaß. Wie ihr euch vorstellen könnt, tut es auch immer gut, wenn man ein bisschen Bewegung bekommt, nachdem man für die letzten acht Stunden fast nur herumgesessen hat. Das Training ist dann um ca.18:30 Uhr zu Ende und mein Gastbruder und ich werden von unserem Gastvater abgeholt.

Der ganze Schultag ist im Vergleich zum Johanneum sehr viel länger und es bleibt am Ende des Tages viel weniger Zeit, über die man frei verfügen kann. Manchmal denke ich mir auch, dass es schade ist, dass wir von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in der Schule sind. Fairerweise muss ich aber zugeben, dass ich mir das Fußballtraining selbst ausgesucht habe und auch nichts Besseres zu tun hätte.

Ein großer Unterschied zwischen der Schule in Deutschland und meiner High-School in den USA sind die Sicherheitsmaßnahmen, die hier allgegenwärtig sind. An meiner Schule hier gibt es den ganzen Tag zwei Sicherheitsleute, die in den Gängen stehen. Außerdem habe ich direkt am ersten Tag einen Schulrucksack bekommen, der aus einem netzartigen Stoff gemacht ist. Dieses Design führt dazu, dass man durch den Rucksack durchgucken kann und keine verbotenen Gegenstände (z.B. Waffen) mitgenommen werden können. So verrückt wie es auch klingt, in der Schule läuft jeder mit Rucksäcken herum, durch die man einfach durchgucken kann. Auch als ich mein Schließfach bekommen habe, musste ich eine Einverständniserklärung unterschreiben, in der es unter anderem darum ging, dass die Schule nach eigenem Ermessen und ohne nötigen Grund zu jedem Zeitpunkt mein Schließfach öffnen und durchsuchen kann. Dazu kommt auch, dass wir auf den Gängen nicht stehen bleiben dürfen und wie Scharfe von den Lehrern von Raum zu Raum getrieben werden. Durch diese ganzen Sicherheitsmaßnahmen habe ich mich an den ersten Tagen ironischerweise sehr unsicher gefühlt. Ich denke, mir sind die School Shootings in den USA auf einen Schlag sehr viel näher vorgekommen sind.

Ein letzter Hinweis für euch: Es ist zwar ein ganz normaler Schultag für mich ist, aber alle Austauschschüler machen individuelle Erfahrungen, bitte schließt also nicht von einer kleinen High-School in der Mitte von Georgia auf das ganze Land.

Konrad Sengpiel

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Ungarn- Ausbau einer Diktatur inmitten der EU https://jojotimes.de/2024/01/20/ungarn-ausbau-einer-diktatur-inmitten-der-eu/ https://jojotimes.de/2024/01/20/ungarn-ausbau-einer-diktatur-inmitten-der-eu/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:11:39 +0000 http://jojotimes.de/?p=802 Eine Analyse und Bewertung der ungarischen Politik

Letztes Jahr habe ich zwei Dokumentarfilme über Ungarn gesehen, „Hallo, Diktator“ von ARTE und „Ungarn: Propaganda gegen Pressefreiheit“ vom ZDF. Beide haben mich fasziniert. Ich lese gerne Krimis und Abenteuerromane, und die Politik in Ungarn steht dem an Spannung in nichts nach: Gute und böse Jungs, Intrigen, Lügen, Doppelzüngigkeit, Betrug, Erpressung und Manipulation.

Am meisten beeindruckt hat mich die Arbeit der investigativen Journalisten, die trotz Drohungen und Überwachungen daran arbeiten, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Meinen Artikel widme ich ihnen.

Jedes europäische Land kann Mitglied der Europäischen Union werden, wenn es die demokratischen Werte der EU teilt und sich für ihre Förderung einsetzt. Leider gibt es Mitglieder, denen es nach dem Beitritt schwerfällt, diese Mindestforderungen zu erfüllen. Ja, Ungarn, ich spreche von dir.

„Wir sind der Sand in der Maschine, der Stock zwischen den Speichen, der Dorn unter dem Fingernagel. Wir sind der David, den Goliath besser meiden sollte.“– Typisch für Orbán: Größenwahn und politische Feindbild-Rhetorik.

Warum ist es in Ungarn so weit gekommen und gibt es überhaupt einen Ausweg? Ungarn, welches bis 1989 zum Ostblock gehörte, konnte sich erst ab 1990 demokratisch entfalten. In den letzten 30 Jahren sind verschiedene Parteien und politische Figuren gekommen und gegangen, aber Orbán ist geblieben.

2010 gewann er mit seiner Partei Fidesz die Wahlen. Seitdem ist Orbán mit einer Zweidrittelmehrheit an der Macht und tut so, als würde er immer noch ein demokratisches Land regieren. Nachdem er in der Vergangenheit bereits mehrere Niederlagen einstecken musste, hat er neue Regeln aufgestellt, um sicherzustellen, dass dies bei künftigen Wahlen nicht mehr passiert. Mit einer absoluten Mehrheit ging alles schnell und einfach.

 Hier sind die wichtigsten Maßnahmen, die Orbán ergriffen hat, um ein autoritäres System in

Ungarn auszubauen:

1. Medien

Er schloss zahlreiche Fernsehsender und Zeitungen oder übergab sie in befreundete Hände; er verstaatlichte und vereinheitlichte ländliche Zeitungen, um sie für die Regierungspropaganda zu nutzen. Er besetzte die Medienbehörde mit regierungstreuen Personen und setzte die Spionagesoftware Pegasus ein, um oppositionelle Journalisten zu überwachen.

2. Parlamentswahlen

Er hat das Wahlsystem zum Vorteil der Regierung reformiert: die Wahlbezirke wurden neu eingeteilt, Scheinparteien finanziert, um die Chancen der Opposition zu schwächen, usw.

3. Rechtstaatlichkeit

Er schuf eine zentrale Macht (NER = System der nationalen Kooperation), um das Land zu kontrollieren, schrieb die ungarische Verfassung mehrmals um, ernannte Parteisoldaten in Schlüsselpositionen (z. B. Staatsanwaltschaft, Gericht, Rechnungshof, Verfassungsgericht, Medienbehörde, usw.). Seit 2020 ist das sog. Ermächtigungsgesetz in Kraft, das das Parlament praktisch bedeutungslos macht, da Orbán per Dekret regieren kann, ohne die Zustimmung des Parlaments für seine Gesetze einholen zu müssen.

4. Wirtschaftft / Finanzen

Die allgegenwärtige Korruption wurde alltäglich, ja sogar akzeptiert: sein Jugendfreund, ein Gasinstallateur, wurde zu einem der reichsten Männer des Landes, ebenso wie sein Schwiegersohn. Und obwohl der Premierminister selbst ein Mann „mit wenigem Geld“ ist, geht es mit dem Vermögen seiner Freunde und treuen Unterstützer steil bergauf. Seit 2010 wurden 32 Stadien für 350 Milliarden Euro gebaut, während öffentliche Krankenhäuser, Pflegeheime und Schulen heruntergewirtschaftet werden und es an Geld und Personal mangelt.

 5. Kultur

Personen, die weder über die nötige Erfahrung noch über die erforderliche Ausbildung verfügten, aber Orbán treu ergeben waren, wurden zu Leitern von Kinos und Theatern ernannt. Das ungarische Filminstitut wurde für die Produktion von Propagandafilmen genutzt, und Künstler wurden gekauft, um dem Regime zu dienen.

6. Bildung

Er schaffte die freie Wahl der Schulbücher ab und richtete eine Institution ein, die alle öffentlichen Schulen beaufsichtigt, Lehrpläne festlegt und über Lehrmittel, Personal und Beschaffung entscheidet.

Die Zahl der kirchlichen Schulen wurde drastisch erhöht, die Zahl der kostenlosen Studienplätze wurden reduziert, die Universitäten wurden in parteinahe Stiftungen organisiert, die Ungarische Akademie der Wissenschaften (MTA) wurde zerschlagen und die Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) wurde von einer Orbán nahen Stiftung übernommen.

Orbáns Position ist in Ungarn so stark, dass seine Wähler sich lieber mit ihm verändern, als ihn aufzugeben. Das vielleicht beste Beispiel dafür ist das Verhältnis zu Russland: Die Fidesz Wähler waren vor zehn Jahren die russlandfeindlichste Wählerschaft in Ungarn, jetzt aber – laut Umfragen – akzeptieren sie die prorussische Politik der Regierung voll.

Und was sagt die EU dazu, nachdem sie bis zum 1. Januar 2023 zur Finanzierung des Aufbaus autoritärer Strukturen in Ungarn massiv beigetragen hat?

„Ungarn ist keine voll funktionsfähige Demokratie mehr“, erklärten die Europaabgeordneten in einem Bericht vom 15. September 2022. Leider kamen sie mit dieser Erklärung zehn Jahre zu spät. Die Realität ist aber viel härter: Ungarn ist eine faschistische Diktatur und Orbán übt eine Willkürherrschaft aus. Dank der oben genannten Maßnahmen kann er nicht mehr demokratisch ersetzt werden.

Margarethe Radszys

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Eine wunderbare Zeit – Erfahrungsbericht über mein Auslandsjahr in Australien https://jojotimes.de/2024/01/20/eine-wunderbare-zeit-erfahrungsbericht-ueber-mein-auslandsjahr-in-australien/ https://jojotimes.de/2024/01/20/eine-wunderbare-zeit-erfahrungsbericht-ueber-mein-auslandsjahr-in-australien/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:10:23 +0000 http://jojotimes.de/?p=806 Seit inzwischen schon 10 Monaten bin ich hier in Cairns auf der Trinity Bay State High School. Ich habe sehr viele freundliche Menschen kennengelernt und neue Kulturen gesehen und erlebt. Cairns ist eine der multikulturellsten Städte in Australien – manchmal überrascht es mich, wie häufig ich hier Deutsch höre.

Die Schulen hier sind ganz anders als in Deutschland – ich habe viele coole Fächer wie Recreation Outdoors, Recreation Physical Activity, Aquatic Practices und Media Arts in Practice.

Hier in Australien tragen alle Schuluniformen. Am Anfang war das sehr ungewohnt, aber mittlerweile würde ich sie nicht aufgeben wollen, denn es macht so einiges morgens und in der Schule einfacher.

Auch meine jetzige Gastfamilie, bei der ich endlich angekommen bin, nachdem ich ein paar Mal wechseln musste. Obwohl das Wechseln der Gastfamilien nicht besonders toll oder einfach war, bin ich froh, es getan zu haben.

Besonders während der Weihnachtszeit habe ich Deutschland sehr vermisst. Ich habe Bilder vom Schnee oder von Weihnachtsbäumen gesehen und den deutschen Winter vermisst. Auch das Essen während der Weihnachtszeit ist hier einfach nicht das gleiche.

Ich habe hier aber auch schon viel Schönes erlebt. Hier in Cairns haben wir in der Innenstadt, die direkt am Meer ist, die Lagoon. Das ist ein öffentlicher Swimming Pool, für den man keinen Eintritt bezahlen muss. Es ist immer sehr schön, nach der Schule an einem heißen Tag dort mit Freunden schwimmen zu gehen.

Auch gibt es ein Riesenrad, das nachts sehr schön leuchtet. An Silvester war ich in Sydney und konnte mir das große Feuerwerk angucken. Kurz davor war ich auch in Canberra – das ist die Hauptstadt von Australien – und in Melbourne, eine der größten Städte hier.

An den Wochenenden gibt es immer etwas zu tun, z.B. einen neuen Strand oder Wasserfall zu erkunden.

Auch durch meine Schule werden uns viele Aktivitäten angeboten: Ich habe jetzt u.a. einen Advanced Tauchschein gemacht und bin zum Schnorcheln auf das Great Barrier Reef gefahren.

Ich bin sehr froh, die Möglichkeit gehabt zu haben, herzukommen und möchte jeden, der darüber nachdenkt, ebenfalls ein Auslandsjahr zu machen, dazu ermutigen. Man hat nicht nur eine wunderbare Zeit, sondern lernt auch viel fürs Leben.

-Lena Reibchen (Mai 2023)

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Ausland ja – Teuer nein! https://jojotimes.de/2024/01/20/ausland-ja-teuer-nein/ https://jojotimes.de/2024/01/20/ausland-ja-teuer-nein/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:08:43 +0000 https://jojotimes.de/?p=750 Die große Welt zum kleinen Preis erkunden

Sprachkenntnisse verbessern, fremde Länder kennenlernen und dabei die größte Erfahrung seines Lebens machen? Ein längerer Auslandsaufenthalt macht all das möglich.

Nach dieser langen Zeit der Einschränkungen kann man nun endlich wieder planen und sich auf eine aufregende Zukunft freuen. Die Idee, ein Auslandsjahr zu machen, ist auch an unserer Schule sehr verbreitet. Es hat schließlich seinen Reiz, Deutschland für einige Zeit den Rücken zuzukehren und stattdessen eine Schule im Ausland zu besuchen. Leider gibt es eine schlechte Nachricht: Wer vorhat, ein Auslandsjahr zu machen, muss mit durchschnittlich 10.000 Euro rechnen – ein Preis, der für viele von uns nicht realistisch ist.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Für alle, die nicht ganz so tief in den Geldbeutel greifen möchten, noch etwas warten oder aus ganz anderen Gründen kein ganzes Schuljahr im Ausland verbringen wollen, gibt es auch kostengünstigere Alternativen, hier mit Erklärungen aufgelistet.

Work and Travel

Man reist mehrere Monate, höchstens ein Jahr, da das die maximale Gültigkeit eines Holiday-Visums ist. Für diese Art des Auslandsaufenthaltes ist charakteristisch, dass die Finanzierung der Reisen durch wechselnde Gelegenheitsjobs wie z.B. Arbeit als Erntehelfer, in der Gastronomie, dem Tourismus oder einem Supermarkt geschieht. Beliebte Länder dafür sind z.B. Neuseeland oder Australien.

Freiwilligenarbeit

Der Aufenthalt dauert hier für gewöhnlich zwei Wochen bis mehrere Monate. Man unterstützt ehrenamtlich Hilfsprojekte, um Menschen, Tieren oder der Umwelt zu helfen. Beispiele dafür sind, Kinder im Waisenhaus zu betreuen, die Arbeit in einem Krankenhaus, bei der Wiederaufforstung im Regenwald zu helfen, bei einer Auffangstation für Tiere zu arbeiten, etc.

Auslandssemester

Wer sagt denn, dass ein Jahr im Ausland nur während der Schulzeit möglich ist? Auch während des Studiums hat man die Möglichkeit, ein oder mehrere Semester im Ausland zu studieren. Viele Hochschulen haben Partnerhochschulen im Ausland, wodurch dies problemlos möglich ist. Auch, wenn man seine Sprachfähigkeiten im Ausland verbessern möchte, sind gewisse Vorkenntnisse für ein Auslandssemester nötig, welche man durch einen Test vorlegen muss. Zur weiteren Finanzierung und Planung gibt es Studienberatungsstellen, Studentensekretariate, Akademische Auslandsämter der Hochschulen, usw.

Schülersprachreise

Hast du in den Sommerferien schon etwas vor? Wenn nicht, bieten Schülersprachreisen eine Kombination aus Freizeitaktivitäten und intensiven Sprachkursen, wodurch man einen erlebnisreichen Urlaub mit zusätzlichem Lerneffekt verbinden kann. Nach einem Einstufungstest wird man in geeigneten Kleingruppen unterrichtet. Durch ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten kann man zudem das Land besser kennenlernen und gleichzeitig das Gelernte anwenden. Je nach Wunsch kann man in dieser Zeit in einer Gastfamilie, einem Hotel oder einer Schulresidenz wohnen. Solche Sprachkurse gibt es ebenfalls für Studenten und Berufstätige.

Ihr seht, auch wenn ihr euch gegen ein Auslandsjahr entscheidet, gibt es noch einige Alternativen für unvergessliche Erlebnisse im Ausland, die sich auf jeden Fall auch sehr gut im Lebenslauf machen.

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Bei allen Katastrophen zur Stelle https://jojotimes.de/2024/01/20/bei-allen-katastrophen-zur-stelle/ https://jojotimes.de/2024/01/20/bei-allen-katastrophen-zur-stelle/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:07:07 +0000 https://jojotimes.de/?p=746 Das Technische Hilfswerk (THW)

Das THW ist eine Hilfsorganisation, die z.B. der Feuerwehr, der Polizei oder anderen Behörden hilft. Wie der Name schon sagt, hilft das THW vor allem bei technischen Problemen, wie Stromausfällen in Krankenhäusern, Hochwasser, eingestürzten Gebäuden usw. Es hilft nicht nur in Deutschland, sondern ist auch z.B. bei Erdbeben, Stürmen oder anderen Naturkatastrophen im Ausland tätig.

Das THW gibt es nur in Deutschland und es besteht aus 668 Ortsverbänden mit ungefähr 80.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Davon sind etwa 15.000 Kinder und Jugendliche in der THW-Jugend aktiv. Zusätzlich gibt es etwa 2.000 hauptberuflich tätige Helfer.

Die THW-Jugend ist die Nachwuchsorganisation des THW und führt Kinder und Jugendliche an typische THW-Aufgaben wie Erste-Hilfe, Werkzeuge zur Holz- und Gesteinsbearbeitung, Knoten, Pumpen, Menschen retten, Floßbauen, Sandsäcke füllen, Notrufe absetzen, usw. Das Motto der THW-Jugend ist „Spielend helfen lernen“.

Die Jugendlichen treffen sich normalerweise wöchentlich und üben dann für Abzeichen oder Wettkämpfe, z.B. Orientierungsmärsche oder machen Zeltlager.

Man trägt während des Dienstes ähnliche Kleidung wie die Feuerwehr. Sie ist blau und auf dem Rücken steht „THW-Jugend“.

Die Dienstkleidung

  1. Helm mit Riemen
  2. Jacke mit Namensschild und Abzeichen
  3. Leistungsabzeichen
  4. Handschuhe
  5. Hose (Schnittfest)
  6. Stiefel mit Stahlkappen

Ich bin jetzt schon seit vier Jahren beim THW. Zuerst war ich bei den Minis und seit diesem Jahr bin ich in der Jugendgruppe. Ich gehe jede Woche gerne hin, weil es Spaß macht, mit Geräten und Werkzeugen für den Einsatz zu üben.

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Ich, Zeus, und die Bande vom Olymp https://jojotimes.de/2024/01/20/__trashed-2/ https://jojotimes.de/2024/01/20/__trashed-2/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:00:56 +0000 https://jojotimes.de/?p=748 Mein Lieblingsbuch

In meinem Lieblingsbuch „Ich, Zeus und die Bande vom Olymp“ geht es um Zeus und alle anderen
Götter des Olymps. Zuerst schreiben sie einen Steckbrief über sich selbst, in dem z.B. steht, woher sie kommen und was sie mögen und nicht mögen.

Darauf folgt eine Erzählung über die Götter selbst und ihre Geschichte. Manchmal erzählen sie sogar ein bisschen über ihre Kinder.

Mir selbst gefällt an dem Buch sehr, dass man so viel über die Götter und Helden des Olymps erfährt. Es geht u.a. um Apollon, Demeter, Achill, Herakles, Aphrodite, und natürlich um Zeus.

Natürlich darf man nicht unerwähnt lassen, dass es auch etwas brutale Geschichten gibt, z.B. heißt es an einer Stelle: „Er flog immer näher an die Sonne und verbrannte“.

Am Anfang des Buches kann man sein eigenes Inhaltsverzeichnis mit seinen Ängsten und Freuden gestalten und dekorieren.

Steckbrief zum Buch
Autor: Frank Schwieger
Verlag: dtv junior

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Texte des Projekts „Poetry 4 Future” https://jojotimes.de/2023/07/04/poetry-4-future-2/ https://jojotimes.de/2023/07/04/poetry-4-future-2/#respond Tue, 04 Jul 2023 11:02:48 +0000 https://jojotimes.de/?p=606 Einige der Texte, die bei dem Projekt „Poetry for Future” geschrieben wurden.

Du Pessimist denkst rigoros unsere Zukunft wär wie 0 durch 1

Was eine schräge Division

Warum siehst du so 2-dimensional? Ich bin von dieser Erde ja ich halt’s regional

Und jetzt setz dir meine 3D Brille auf und dann steh wieder auf und dann geh und dann geh und dann geh oder lauf

Du Rabauke das hier ist eine Stadtpauke

Nachhaltigkeit

Bald geht die Welt den Bach runter ja bald

Leben ist ein fließender Ablauf mal schneller mal langsamer aber wenn der Bach des Lebens aufhört zu fließen, sind wir nicht mehr lange da

Und ihr kennt doch schon Recycling

Man ich recycle Michaels alte Seiten

Earth Song 2.0 diese Welle könnt ihr reiten

Und dann gibts auch noch Lil Dicky ,,We Love the Earth” und representen Biggie

Ich weiß bei euch hapert es noch, am Verstehen all der Dinge die ich labere doch

Ich bin kein Koch war aber in der kitchen das hier ist mein Stoff

Das LKA macht deswegen bei mir bald sicher Klopf Klopf

Mutter Natur ist die schönste Schönheit und die höchste Hoheit

Man ich bin verliebt ich will sofort nh Hochzeit

Aber lass uns ihr ihren Thron zurück geben

Und das gemeinsam sein als eine Einheit

Elias, 8FS1

Es war doch immer alles in Ordnung

Was wird noch kommen? Was ist schon passiert? Wie lange wird es noch dauern bis wir uns endgültig zerstört haben? So viele Fragezeichen in unseren Köpfen und niemand gibt uns Antworten.

Wir sind verzweifelt, aber wir müssen ja die Rettung sein. Die Jugend, die das umkehrt, was die vielen Generationen vor uns längst nicht beachtet haben. So sagen sie es zumindest. Aber war es wirklich so unoffensichtlich? Es bahnt sich doch schon seit Ewigkeiten an. Die Welt steht am einen Ende in Flammen und am anderen steht das Wasser so hoch, das Menschen in den Fluten ertrinken. Menschen verhungern, doch wir leben hier im Überschuss, aber Hilfe was bedeutet das eigentlich? Natürlich tun wir alle etwas um den Klimawandel entgegen zu treten. Aber das was wir tun ist insgesamt doch nur ein winzig kleiner Teil, wenn man sich die vielen Schwachstellen auf unserer Erde anguckt.

Aber ja, wir werden das Ruder nochmal rumreißen, die Jugend – oder eher die Rettungsmannschaft der Erde. Die einzige Frage, die ich mir noch stelle, ist wie. Wie sollen wir das schaffen? Wir müssen doch erstmal den Kampf gegen unsere eigenen Köpfe gewinnen und lernen uns selbst wertzuschätzen, bevor wir das Unmögliche wagen. Aber nein! Wir haben doch keine Probleme. Wieso sollte es uns auch schlecht gehen? Wir müssen doch nur zur Schule gehen und ein bisschen im Haushalt helfen. Mhm, ich denke auch.

Sowas wie Depressionen, Selbstverletzung, Essstörungen und Suizidgedanken kommen doch nicht in unsere Köpfe oder? Ne, wieso denn auch? Wir machen ja nichts, wir sind die faulen Jugendlichen, die sich für nichts außer ihr Handy interessieren. Irgendjemand muss mal den Anfang machen, aber wieso sollte ich auch starten, wenn sonst niemand was macht? Es schadet einem doch nur selbst, wenn man vielleicht sogar noch Geld in die Hand nehmen muss, nur damit noch ein Leben für die nachfolgenden Generationen ermöglicht wird. Die Alten sind doch sowieso bald nicht mehr hier auf der Erde, also wieso sollte die restliche Zeit jetzt auch noch so verschwendet werden. Noch ist doch auch nichts passiert, hier bei uns ist es ja noch aushaltbar. Es fragt sich nur wie lange noch. Wenn wir die Auswirkungen dann auch hier merken, dann heißt es wieder, dass es keiner hätte ahnen können… Es war doch immer alles in Ordnung!

Marlene (11FSB)

Wir bewegen uns im Takt der Vergänglichkeit.
Probleme werden ignoriert mit Leichtigkeit. Haben wir überhaupt die Fertigkeit,
fertig zu werden mit diesen Problemen?
Wir müssen handeln, diese Welt verwandeln, statt sie zu verschandeln.
Wir müssen tun, dürfen nicht ruhen. Schon bald stehend in nassen Schuhen.
Der Meeresspiegel steigt an.
Bald sind wir dran.
Müssen uns endlich regen, etwas bewegen.
Sonst wird alles vergehen,
nur auf Stelzen gebaute Villenmit Klimaanlagen bleiben stehen.
Das Vermögen hier so ungleich verteilt.
Es eilt, dass wir handeln, diese Welt verwandeln, anstatt sie zu verschandeln.
Im Takt der Vergänglichkeit bewegen wir uns mit Leichtigkeit, schauen nicht hin,
wie wir vernichten ohne Sinn.
Wir müssen handeln,
diese Welt verwandeln,
anstatt durch sie zu wandeln – mit verschlossenen Augen – können
wir diese Welt nie verwandeln.
Wir müssen verändern.
Aber jede Veränderung begleitet von Ungewissheit und Angst.

Doch das ist keine Rechtfertigung für deine Ignoranz…

Wilma, Jahrgang 12

Vorschaubild: Unsplash

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