Alexandra Kaminski – Jojo Times https://jojotimes.de Die digitale Schülerzeitung des Johanneums Sat, 20 Jan 2024 11:51:05 +0000 de hourly 1 https://jojotimes.de/wp-content/uploads/2023/10/cropped-photo-32x32.jpg Alexandra Kaminski – Jojo Times https://jojotimes.de 32 32 Texte des Projekts „Poetry 4 Future” https://jojotimes.de/2023/07/04/poetry-4-future-2/ https://jojotimes.de/2023/07/04/poetry-4-future-2/#respond Tue, 04 Jul 2023 11:02:48 +0000 https://jojotimes.de/?p=606 Einige der Texte, die bei dem Projekt „Poetry for Future” geschrieben wurden.

Du Pessimist denkst rigoros unsere Zukunft wär wie 0 durch 1

Was eine schräge Division

Warum siehst du so 2-dimensional? Ich bin von dieser Erde ja ich halt’s regional

Und jetzt setz dir meine 3D Brille auf und dann steh wieder auf und dann geh und dann geh und dann geh oder lauf

Du Rabauke das hier ist eine Stadtpauke

Nachhaltigkeit

Bald geht die Welt den Bach runter ja bald

Leben ist ein fließender Ablauf mal schneller mal langsamer aber wenn der Bach des Lebens aufhört zu fließen, sind wir nicht mehr lange da

Und ihr kennt doch schon Recycling

Man ich recycle Michaels alte Seiten

Earth Song 2.0 diese Welle könnt ihr reiten

Und dann gibts auch noch Lil Dicky ,,We Love the Earth” und representen Biggie

Ich weiß bei euch hapert es noch, am Verstehen all der Dinge die ich labere doch

Ich bin kein Koch war aber in der kitchen das hier ist mein Stoff

Das LKA macht deswegen bei mir bald sicher Klopf Klopf

Mutter Natur ist die schönste Schönheit und die höchste Hoheit

Man ich bin verliebt ich will sofort nh Hochzeit

Aber lass uns ihr ihren Thron zurück geben

Und das gemeinsam sein als eine Einheit

Elias, 8FS1

Es war doch immer alles in Ordnung

Was wird noch kommen? Was ist schon passiert? Wie lange wird es noch dauern bis wir uns endgültig zerstört haben? So viele Fragezeichen in unseren Köpfen und niemand gibt uns Antworten.

Wir sind verzweifelt, aber wir müssen ja die Rettung sein. Die Jugend, die das umkehrt, was die vielen Generationen vor uns längst nicht beachtet haben. So sagen sie es zumindest. Aber war es wirklich so unoffensichtlich? Es bahnt sich doch schon seit Ewigkeiten an. Die Welt steht am einen Ende in Flammen und am anderen steht das Wasser so hoch, das Menschen in den Fluten ertrinken. Menschen verhungern, doch wir leben hier im Überschuss, aber Hilfe was bedeutet das eigentlich? Natürlich tun wir alle etwas um den Klimawandel entgegen zu treten. Aber das was wir tun ist insgesamt doch nur ein winzig kleiner Teil, wenn man sich die vielen Schwachstellen auf unserer Erde anguckt.

Aber ja, wir werden das Ruder nochmal rumreißen, die Jugend – oder eher die Rettungsmannschaft der Erde. Die einzige Frage, die ich mir noch stelle, ist wie. Wie sollen wir das schaffen? Wir müssen doch erstmal den Kampf gegen unsere eigenen Köpfe gewinnen und lernen uns selbst wertzuschätzen, bevor wir das Unmögliche wagen. Aber nein! Wir haben doch keine Probleme. Wieso sollte es uns auch schlecht gehen? Wir müssen doch nur zur Schule gehen und ein bisschen im Haushalt helfen. Mhm, ich denke auch.

Sowas wie Depressionen, Selbstverletzung, Essstörungen und Suizidgedanken kommen doch nicht in unsere Köpfe oder? Ne, wieso denn auch? Wir machen ja nichts, wir sind die faulen Jugendlichen, die sich für nichts außer ihr Handy interessieren. Irgendjemand muss mal den Anfang machen, aber wieso sollte ich auch starten, wenn sonst niemand was macht? Es schadet einem doch nur selbst, wenn man vielleicht sogar noch Geld in die Hand nehmen muss, nur damit noch ein Leben für die nachfolgenden Generationen ermöglicht wird. Die Alten sind doch sowieso bald nicht mehr hier auf der Erde, also wieso sollte die restliche Zeit jetzt auch noch so verschwendet werden. Noch ist doch auch nichts passiert, hier bei uns ist es ja noch aushaltbar. Es fragt sich nur wie lange noch. Wenn wir die Auswirkungen dann auch hier merken, dann heißt es wieder, dass es keiner hätte ahnen können… Es war doch immer alles in Ordnung!

Marlene (11FSB)

Wir bewegen uns im Takt der Vergänglichkeit.
Probleme werden ignoriert mit Leichtigkeit. Haben wir überhaupt die Fertigkeit,
fertig zu werden mit diesen Problemen?
Wir müssen handeln, diese Welt verwandeln, statt sie zu verschandeln.
Wir müssen tun, dürfen nicht ruhen. Schon bald stehend in nassen Schuhen.
Der Meeresspiegel steigt an.
Bald sind wir dran.
Müssen uns endlich regen, etwas bewegen.
Sonst wird alles vergehen,
nur auf Stelzen gebaute Villenmit Klimaanlagen bleiben stehen.
Das Vermögen hier so ungleich verteilt.
Es eilt, dass wir handeln, diese Welt verwandeln, anstatt sie zu verschandeln.
Im Takt der Vergänglichkeit bewegen wir uns mit Leichtigkeit, schauen nicht hin,
wie wir vernichten ohne Sinn.
Wir müssen handeln,
diese Welt verwandeln,
anstatt durch sie zu wandeln – mit verschlossenen Augen – können
wir diese Welt nie verwandeln.
Wir müssen verändern.
Aber jede Veränderung begleitet von Ungewissheit und Angst.

Doch das ist keine Rechtfertigung für deine Ignoranz…

Wilma, Jahrgang 12

Vorschaubild: Unsplash

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Poetry 4 Future https://jojotimes.de/2023/07/04/poetry-4-future/ https://jojotimes.de/2023/07/04/poetry-4-future/#respond Tue, 04 Jul 2023 10:53:19 +0000 https://jojotimes.de/?p=281 Gedichte für das Klima schreiben

In Raum 314 wird im Zuge der Projekttage geschrieben – Lyrik, um genau zu sein – rund um das Thema Nachhaltigkeit. Beim Vortreffen hat die Gruppe Ideen zum Thema Nachhaltigkeit gesammelt, bei den Projekttagen ging es dann zunächst mit niedrigschwelligen poetischen Übungen weiter, damit sich die Teilnehmer handwerklich aufwärmen können. Beim Schulfest sollen fertige Gedichte und Poetry-Slams um 16:40 Uhr auf der Bühne vor dem Nebeneingang vorgetragen werden.

Das Projekt wird von Frau Lindhorst betreut und von Anni Behrens und Praktikantin Lea Gohdes vom Salon Hansen geleitet, die für den Jugendsalon Workshops, U18-Partys, und alles rund ums Clubleben organisieren. Die beiden ziehen eine positive Bilanz: „Alle haben eigene Texte geschrieben und sind dabei ein Stück über sich selbst hinausgewachsen“, meint Anni.

Marlene (11SB) hat das Projekt ursprünglich gewählt, weil sie Frau Lindhorst mag, und schreibt privat eigentlich nicht. Trotzdem ist es „interessant, sich mit anderen über das Thema Nachhaltigkeit auszutauschen und sich im Schreiben zu versuchen.“ Um ins Schreiben zu kommen, wurde ihr aufgetragen, einen dichterischen Vergleich anzustellen:

Was ist wie eine Gitarre? „Das Leben ist wie eine Gitarre, denn man findet immer neue Töne.“

Die Sache mit der Nachhaltigkeit

Aber da war noch was: Nachhaltigkeit fördern… Mit Gedichten? Auf das Ökosystem hat „Poetry 4 Future“ sicherlich keinen messbaren Einfluss, was soll hier also bloß erreicht werden? „Die Message ist das Allerwichtigste“, sagt Elias (8FS1). „Wir wollen ausdrücken, dass uns die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit wichtig sind, und dass darüber gesprochen werden muss.“

Der Sinn also: den Dialog am Leben halten.

Elias‘ und Marlenes Poetry Slams können auf dieser Website unter der Kategorie „kreatives Schreiben“ nachgelesen werden.

Alexandra Kaminski

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